Susan Horn ist Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin und noch viel mehr: Sie hat so viele Facetten in ihrer Persönlichkeit, dass sie diese Vielseitigkeit auch in ihren Rollen in und um Mannheim lebt und liebt. Mehr über die liebenswerte und charismatische Künstlerin unter www.susanhorn.de
Frau Horn, Sie sind unwahrscheinlich vielseitig und haben bislang schon so viele verschiedene CDs veröffentlicht bzw. mit Gruppen oder Tanz- und Theaterensembles gespielt. Welche Arbeit gefällt Ihnen persönlich am besten, wobei fühlen Sie sich am wohlsten?
Ich glaube, es ist die Vielseitigkeit selbst, die mir den meisten Spaß macht! Ich könnte mich nicht zwischen Gesang und Schauspielerei bzw. Musiktheater entscheiden – jedes Genre hat seinen Reiz, seine besonderen Anforderungen und Rahmenbedingungen, und es ist schön, sich jedes Mal neu darauf einzustellen und zu versuchen, der Sache gerecht zu werden. Ich denke seit Jahren daran, ein humoristisches Soloprogramm auf die Beine zu stellen, und ich plane, ein Buch zu schreiben (eine erste Geschichte von mir wird jetzt veröffentlicht auf der CD „Schräge Weihnachten – Merkwürdige Geschichten zum Fest“, www.comedyanten.tv).
Welche Musikrichtung ist die Ihre?
Auf meiner CD „Kein Zurück“ mache ich deutsche Pop-Musik, wobei: Auch hier lässt sich eigentlich kein festes Genre festlegen. Es gibt eine Klavierballade, Soul-Songs, Pop-Songs, Big-Band-Jazz und Chill-Out-Techno. Wie man sieht, ich bleibe mir treu und kann die Frage nur mit: VIELE! beantworten. Ach ja, ich habe ja auch noch eine klassische Gesangsausbildung (lacht).
Welchen musikalischen Hintergrund haben Sie? Woher kommen Ihre Vorlieben, woher Ihr Können?
Ich habe erst spät mit dem Singen begonnen, mit 21 Jahren, und kam eher zufällig dazu. Ich habe eine moderne Gesangsausbildung begonnen, kurz darauf auch klassischen Gesangsunterricht genommen und glücklicherweise sofort die Gelegenheit gehabt, in einer sehr ambitionierten Band als Background-Sängerin aufzutreten (mit Stephan Ullmann und Blacky P.S chwarz, Thomas Lui Ludwig, Clemens Heger). Kurz darauf begann ich mein Musicalstudium an einer privaten Schule, das ich dann auch nach drei Jahren mit der Bühnenreife abschloss. Ja, und dann kam schon „Human Pacific“ mit Xavier Naidoo und es folgten viele weitere Projekte, Bands, Produktionen, Touren, Theater.
Seit wann schauspielern Sie?
Mit dem Musicalstudium begann auch die Schauspielerei, also 1993. Es folgten Engagements an verschiedenen Theatern in Ettlingen, Mannheim, Schwetzingen, Eppelheim und mehr.
Und warum gerade in Mannheim?
Na, das bietet sich doch an! Mein Lebensmittelpunkt ist in Mannheim und der näheren Umgebung. Hier wurde ich geboren und sehr weit bin ich ja nicht gekommen (lacht). Da sich mir hier alle Möglichkeiten erschlossen haben, und ich dann im Jahre 2000 Mutter wurde, bestand nie der Wunsch (und auch immer weniger die Möglichkeit) von hier wegzugehen.
Was ist Ihr Lieblingstanz?
Oh, Sie wissen doch – es fällt mir schwer, mich immer nur für eine Sache zu entscheiden (lacht wieder). Also, ich möchte da differenzieren: Bei Standardtänzen mag ich den Disco-Fox, in der Ausbildung mochte ich den Modern Dance, privat gehe ich sehr gerne Salsa tanzen, und ich liebe es, Ballett anzusehen.
Und was Ihre Lieblingsrolle?
Ich denke immer noch gerne an die Rolle der Mrs. Johnstone aus dem Musical „Blutsbrüder“, das ich 2001 im Mannheimer Capitol spielte. Auch die Charlotte aus „Babytalk“ (Theater am Puls, Schwetzingen) war vielseitig und anspruchsvoll. Aktuell ist es Charlotte Pogge in „Pünktchen und Anton“ (Theater am Puls Schwetzingen), keine große Rolle, aber ich habe eine wundervolle Fingerwasserwelle als Frisur und darf ganz viele schöne Kostüme aus den 1920/30er Jahren anziehen – eine Mode, die ich sehr elegant und feminin finde, und die ich auch privat gerne trage.
Sie spielen in Komödien, Musicals, Kinderstücken wie jetzt im Dezember bei Erich Kästners Pünktchen und Anton in Schwetzingen. Einen Tag vorher mimen Sie im Oststadttheater bei BOEING BOEING eine selbstbewusste Dame. Wie schaffen Sie es, in solch unterschiedliche Rollen zu schlüpfen?
Das ist die Aufgabe eines Schauspielers! Eigentlich zieht man sich die Rolle mit seinem Kostüm an, und spätestens mit dem Make-Up und der Frisur ist die Verwandlung äußerlich und somit auch innerlich vollzogen.
Sie waren Dozentin an der Popakademie in Mannheim. Was hat Ihnen diese Zeit gebracht?
Ich war von Anfang an, also 2003, dabei und habe bis 2005 unterrichtet. Ich habe mit außerordentlich begabten jungen Menschen sehr erfolgreich gearbeitet, das war anspruchsvoll und sehr befriedigend für mich. Einige meiner ehemaligen Schüler sehe ich bei Castingshows im Fernsehen wieder oder verfolge ihre Karriere über Facebook. Ich freue mich über jeden, der dabei bleibt und seinen Traum leben kann!
Welche Menschen haben Sie dort kennengelernt?
Natürlich habe ich alle Protagonisten der Pop-Akademie kennengelernt, viele kannte ich bereits von meinem eigenen langjährigen musikalischen Wirken. Einige Schüler treffe ich heute noch gelegentlich, so zum Beispiel Rapper Dany Fresh, der mich auf meiner eigenen CD bei dem Titel „Womanizer“ unterstützt hat.
Was würden Sie jungen Leuten heute empfehlen, wenn sie „berühmt” werden wollen?
Es gibt heute viele Wege, „berühmt“ zu werden. Am besten jedoch ist der Weg über das eigene Talent und den unbedingten Willen, etwas Bestimmtes zu erreichen. Je früher man weiß, was man will, umso besser. Die Pop-Akademie ist ein seriöses Institut mit vielen guten Kontakten und Möglichkeiten, von daher zu empfehlen.
Am Wichtigsten ist, glaube ich, sich selbst treu zu bleiben und immer das zu tun, wofür man selbst die größte Motivation hat.
Was steht für Sie im kommenden Jahr an?
Das kommende Jahr geht ähnlich weiter wie das vergangene. Das heißt, viel Theater spielen, meine Music-Session MO`ROOTS in Fodys Fährhaus in Ladenburg – immer am ersten Dienstag des Monats – weiterführen, mehr Zeit mit meiner Tochter Marlene verbringen und, wer weiß, vielleicht endlich das Buch beginnen oder das Soloprogramm oder oder oder…

